Sonderausstellungen 2015

15. November - 31. Dezember 2015

Unter diesem Titel wurde am Sonntag, 15. November 2015 um 15.00 Uhr im Möbelmuseum Steinheim die Sonderausstellung des Steinheimers Josef Rüsenberg (*20.04.1922 - +25.06.2004) eröffnet. Bild im Teller Geboren in der Detmolder Straße schuf der schon in jungen Jahren künstlerisch begabte Josef Rüsenberg erste Gemälde und Scherenschnitte für die Familie und Freunde. 1937 begann er als Tischlerlehrling bei der der Möbelfabrik Anton Spilker, der er über 50 Jahre treu blieb, nur unterbrochen durch den Wehrdienst im 2. Weltkrieg und fünf Jahre russische Kriegsgefangenschaft in Moskau; Auch dort konnte er sich durch seine künstlerischen Fähigkeiten und seine Fertigkeiten als Tischlergeselle - nahe dem Moskauer Kreml - einige Erleichterungen verschaffen, er fertigte dort Fenster und Türen für unzählige Hochhäuser rund um den Kreml. Er gravierte für die russischen Aufseher silberne Zigarettenetuis mit kleinen Bildern. Eines dieser Etuis gelangte in den letzten Jahren seiner Gefangenschaft auch zu seiner jungen Ehefrau in der Papierfabrik in Steinheim. Die Gravur zeigte eine Laube mit einem Liebespaar und der überschrift: "Wiedersehen - 1947 ...? ? - die Stunde meiner Sehnsucht!" Landschaft In seiner Heimat malte Josef Rüsenberg zuerst große Ölgemälde für Barockrahmen. Das Sammeln von Briefmarken, Ersttagsbriefen, Sonderstempeln und Braureiartikeln war ein weiteres interessantes Hobby für ihn. Durch das Tauschen von Briefmarken auch in Holland kamen Zigarrenringe (Bauchbinden) und goldene Zigarrendeckelbilder hinzu. Oft erhielt er beschädigte Zigarrenringe. Er sann nach einer Möglichkeit, diese zu reparieren. Buchdruckermeister Karl Simonowski wußte Rat, und gab ihm farbige Druckpasten mit. Zum Auftragen waren jedoch die normalen Pinsel seiner Staffelei nicht geeignet. Mit dem Weinkorken einer gerade geöffneten Weinflasche probierte er das Restaurieren, der Anfang seiner neuen Malweise war gemacht: Bild im Kronenkorken Unzählige Werke seiner Miniatur-Malerei sind mit dem Weinkorken und der Druckerpaste - etwa auf der winzigen Fläche eines Kronkorkens einer Bierflasche entstanden. Bemerkenswert ist die Tiefe dieser kleinen Kunstwerke. Sie waren zu sehen in der Ausstellung im Möbelmuseum Steinheim vom 15. 11. - 31.12.2015, mittwochs und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr.

7. Juni - 2. August 2015

Unter diesem Titel wurde am Sonntag, 27. September um 11 Uhr im Möbelmuseum Steinheim die Sonderausstellung des Saarländer Professors Heinz Ismar eröffnet. Professor Heinz Ismar
Der in Steinheim geborene Naturwissenschaftler hat schon immer zum Ausgleich zu der mehr theoretischen Berufsarbeit im Bereich der Werkstoff-Forschung gern mit den Händen gearbeitet. So betätigte er sich schon in seiner Jugendzeit mit dem "Tuning" von Motorrädern.  Motiviert durch seine Frau, die als Kunstinteressierte moderne Kunst sammelte und Kontakte zu einigen Künstlern pflegte, fertigte Heinz Ismar schon in den 60er Jahren einige kleinere Objekte an. Interessiert war er nicht so sehr am fertigen Objekt, sondern am Weg dorthin, nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". "Oft war es so, dass mir diese Teile nach kurzer Zeit nicht mehr gefielen und von mir vernichtet wurden. Meine Frau hat jedoch einige Stücke gerettet". Urknall Zusammen mit einem befreundeten Steinheimer Ehepaar entstand dann die Idee, dass man diese willkürlich und unabhängig entstandenen Teile im nachhinein auf einen "Roten Faden" ziehen könnte. So entstand das abstrakte Thema "UnOrdnung & BruchStücke". Prof. H. Ismar Professor Ismar war überzeugt, dass der Betrachter in der vielfältigen Sammlung, die bis zum 1. November 2015 jeweils mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen ist, mit etwas Fantasie die gängige Modellvorstellung über die Entstehung des Universums seit dem Urknall erkennen konnte. Mit Sicherheit eine spannende Geschichte! Der Eintritt war frei.

7. Juni - 2. August 2015

Nach 2006 zeigte August Waldhoff wieder eine sehenswerte Sonderausstellung über die faszinierende Welt der Schmetterlinge. Seit über 60 Jahren befasst er sich mit diesen Lebewesen. Am 5. August 1948 bastelte er aus Mullbinden - übriggeblieben aus Wehrmachtbeständen - sein erstes Schmetterlingsnetz. Afrikanischer Tagfalter Stand das Sammeln unterschiedlicher heimischer Arten anfangs im Vordergrund, kamen im Laufe der Jahre immer mehr auch exotische Arten dazu. Auf Urlaubsfahrten im europäischen und nordafrikanischen Ausland, aber auch durch eigene Züchtungen wurde seine Dokumentation immer umfangreicher. Afrikanischer Falter Vom 7. Juni bis zum 2. August 2015 war nun im Möbelmuseum eine große und bunte Vielfalt aus aller Welt zu sehen. Gezeigt wurden bekannte einheimische Falter wie Kohlweißling, Zitronenfalter, Kleiner Fuchs und Pfauenauge, aber auch unbekanntere Arten unserer Region. Chinesicher Nachtfalter Ein großer Teil der Sammlung widmete sich der Farbenpracht und dem Formenreichtum der Schmetterlinge aus den Tropen und Subtropen, z.B. himmelblaue Morphofalter aus Südamerika, riesige Seidenspinner aus Indien und die beeindruckenden Ornithoptera Falter aus Ostasien. Amerikanischer Falter Zu sehen war auch die Entwicklung von Schmetterlingen vom Ei zur Raupe und Puppe bis zum neuen Falter. Die Ausstellung wurde Sonntag, 7.6.2015, 15 Uhr eröffnet.

Sonderaustellung vom
                    22. Februar 2015 bis Ostern 2015

Pünktlich zum Beginn des Osterfestkreises präsentierte Annegret Dreßel am Sonntag, 22. Februar 2015 im Möbelmuseum ihre umfangreiche Sammlung äußerst unterschiedlicher kunstvoll gestalteter Ostereier. In den letzten 22 Jahren hat sie von kleinen Wachteleiern bis zu großen Gänseeiern ca. 350 Eier gesammelt oder selbst bearbeitet. Osterei In der Ausstellung sind auch Eier aus anderen Materialien zu sehen. Vielfältig sind auch die Bearbeitungstechniken: "Es werden Natureier gezeigt, sowie bemalte, gekratzte, bestickte, mit Fimo bearbeitete, gefilzte, beklebte, gestrickte, behäkelte und gebatikte Eier". Osterei Geschmückte Eier haben eine lange Tradition. Es wird überliefert, dass der Hofjuwelier des russischen Zaren Fabergé zum 300-Jahre- Jubiläum der Romanow-Dynastie für die Zarenmutter das teuerste Ei angefertigt hat: Es soll viele tausend Rubel gekostet haben. Osterei Neben der umfangreichen Sammlung von Annegret Dreßel sind auch einge Porzellaneier der Steinheimerin Nadine Hundacker-Spier und einige von August Waldhoff gedrechselte Holzeier ausgestellt. Jedermann - Jung und Alt - ist herzlich eingeladen, die sehenswerte Ausstellung zu besuchen, die bis Ostern zu sehen ist. Öffnungszeiten: sonntags und mittwochs 14 - 17 Uhr

Sonderaustellungen
...und sonntags ins Museum

Am Sonntag,19. April, um 15 Uhr sagen Monika Kröller und Larissa Andrejewski in ihrer Kaffeestunde in Prosa, Poesie und Musik "Meine Welt wäre passe', gäbe es nicht den Kaffee".

Kaffeetafel

Eine Woche später - Sonntag, 26. April, 15 Uhr - folgt ein virtuoses Akkordeonkonzert des Höxteraner Künstlers Hermann Fast.

H.Fast

Sonderaustellung vom
                    01.03 bis 12.04.2015

40 Jahre sind Anlass genug einiges in Bildern zu präsentieren, was eigentlich seinen Schwerpunkt in klangvoller Musik hat. 1974 nahm die Städtische Musikschule Steinheim ihren Betrieb auf. Schon damals wirkte Udo Obermann als Musiklehrer mit, wird ein Jahr später Stellvertreter der damaligen Schulleiterin Blanda Weiß. Als diese im Jahre 1991 auf eigenen Wunsch aus dem Dienst ausscheidet, wählt der Rat Obermann zum neuen Leiter der Musikschule. Osterei In einer beeindruckenden Jubiläumsfeier zeigten Schüler und Lehrer im vergangenen Jahr einen Querschnitt aus der Vielfalt ihrer instrumentalen Unterrichtsarbeit. Rund 500 Schüler werden von 19 Lehrkräften unterrichtet. So hat zum Beispiel die musikalische Früherziehung einen erheblichen Einfluss auf die spätere Nähe zur Musik. Das zeigt sich etwa darin, dass in Steinheim musiktreibende Vereine einen hohen Stellenwert haben. Osterei Ihr Können präsentiert die Schule auch bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 1. März, 15 Uhr in der oberen Etage des Möbelmuseums, zu der jedermann herzlich eingeladen ist. Osterei

9. Ausstellung der Steinheimer Karnevalsgesellschaft

Im Steim'schen Karneval der Hauer - Sind uns're tollen Wagenbauer Immer wieder unglaublich kreative Kunstwerke auf vier Rädern drehen im Rosenmontagszug Jahr für Jahr ihre "3" Runden, um alle Närrinnen und Narren im Steinheimer Karneval zu begeistern. Aus diesem Grund präsentierte in diesem Jahr das Archivteam der StKG im Möbelmuseum die aktuellen und gewesenen Wagenbauer in "klein Köln an der Emmer". StKG Team Die sowohl in Steinheim, um Steinheim und um Steinheim herum in liebevoller Kleinarbeit jedes Jahr aufs Neue in der kalten Jahreszeit mit viel Fleiß und Engagement in ihren Werkstätten, -hallen, und -scheunen arbeiten, basteln und tüfteln. Und somit den Ring, einmal im Jahr, in eine Phantasiewelt verwandeln. Karnevalswagen StKG Natürlich konnte die Ausstellung keine Vollständigkeit garantieren, da es bei der Fülle von Materialien nur eine Auswahl zu bestaunen galt. Zahlreiche wichtige Themen standen deshalb stellvertretend und repräsentativ Pate. Wer nun neugierig geworden war und Interesse hatte, sollte sich einmal erkundigen, wie sich der Wagenbau in Steinheim aus den Anfängen bis in die heutige Zeit entwickelte. Liesen Sie sich diese bislang einmalige Möglichkeit nicht entgehen und besuchten Sie das Möbelmuseum zu den angegebenen Zeiten. Neben zahlreichen historischen und aktuellen Fotos, Zeitungsberichten und Dokumenten und wichtigen Informationen, hatten Sie garantiert auch die Möglichkeit, sich selbst, Familienangehörige oder Bekannte auf Fotos rund um das Thema Wagenbau wiederzufinden. Es war also auch für Sie zum Teil eine Reise in Ihre Vergangenheit. Geburtsorte Der erste organisierte Rosenmontagsumzug in Steinheim fand im Jahre 1911 statt. Damals benutzten die Wagenbauer das Pferd als Zugtier, da es auch schon zu dieser Zeit große Motivwagen gab. Selten wurde dabei nur ein Pferd angespannt, da die Wagen außerhalb der närrischen Zeit im landwirtschaftlichen Betrieb genutzt wurden und somit nicht aus Pappe waren. Mittlerweile kommen motorisierte Zugmaschinen zum Einsatz. Das Thema Qualität war übrigens nur eines der zahlreichen gemeinsamen Themen, dass die Historie mit der Gegenwart in Sachen Wagenbau verband. 100 Jahre Karneval Steinheim Nicht selten war auch heutzutage noch kurz vor der aktuellen Bauphase ein Rosenmontagswagen auf dem Feld im Betrieb und verwandelte sich erst nach und nach in ein rollendes Kunstwerk Eng verknüpft mit dem Thema Wagenbau ist zudem auch die Malstube, der große "Rückhalt" aller Wagenbauer. Sie steht einige Wochen vor den drei tollen Tagen jedes Jahr aufs Neue mit Rat und Tat und Materialien aller Art den Wagenbauern zur Seite. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt. übrigens gab es im Möbelmuseum auch eine Tafel, die als Wegweiser diente. Dort wurde ersichtlich, an welchen Stellen in den vergangenen Jahren gebaut wurde oder aktuell gerade gebaut worden war. öffnungszeiten waren: sonntags und mittwochs 14 - 17 Uhr

Sonderaustellung vom
                    16. November bis 31.12.2014

Heinrich Brüntrup,
Geschnitzt und gesägt

Das Möbelmuseum Steinheim zeigt unter dieser überschrift bemerkenswerte Kunstwerke des Steinheimers Heinrich Brüntrup. Heinrich Brüntrup Heinrich Brüntrup wurde am 1. April 1926 in Herne im Ruhrgebiet geboren. Als kleiner Junge zog er dann mit seinen Eltern und seiner Schwester nach Steinheim. Er besuchte die Steinheimer Volksschule und machte danach die Lehre zum Anwaltsgehilfen. Nach bestandener Prüfung wurde er gleich zum Kriegsdienst eingezogen und kam in englische Gefangenschaft. Als er dann wieder nach Hause kam, fand er in diesem Beruf keine freie Stelle. Er machte darum eine 2. Lehre als Tischler bei der Firma Hausmann. Von dort wechselte er zum Amtsgericht und anschließend zur Sparkasse. Kommode Als Ausgleich zu seiner Bürotätigkeit gab es in seinem Haus und Garten immer Arbeit für ihn. Egal ob gemauert, tapeziert oder angestrichen oder im Garten Platten verlegt werden mussten, er konnte und machte alles. Doch dann bekam er ein schweres Herzleiden und er musste sehr viel kürzer treten. Doch Langeweile kannte er nicht. Zuerst fing er das Sticken an. Von anfänglichen Gobelin-Bildern bis zu feinster Petty-Point-Stickerei hat er die Wände in seinem Haus und auch die Wände seiner Kinder mit vielen schönen Bildern geschmückt. Maria-Josef-Jesus Seine größte Leidenschaft war es jedoch mit viel Holz zu arbeiten. Und so wagte er sich ans Schnitzen. Uns schon nach kurzer Zeit enstanden aus unförmigen Holzstücken wunderschöne Figuren. Sein größtes Projekt war das Abendmahl. Uhr mit Laubsaegearbeit Dann entdeckte er in einer Zeitschrift eine Weihnachtspyramide und kam dadurch zu Laubsägearbeiten; je filigraner die Bastelarbeiten waren, desto größer war sein Ehrgeiz die Modelle zu bauen. Manche seiner Sägearbeiten waren so klein, dass er mit Pinzette und Säge arbeiten musste, aber es ließ ihm keine Ruhe, bis er alles fertig hatte. Genauso präzise, wie er arbeitete, war die Ordnung in seiner Werkstatt. Jedes Schräubchen und jede Holzleiste hatte seinen Platz. Seine Hobbywerkstatt glich eher einer Apotheke als einer Tischlerei.
Und das bis ins hohe Alter. Heinrich Brüntrup starb kurz vor seinem 86. Geburtstag am 25. März 2012. Zur Ausstellungseröffnung am 16. November 2014, 15 Uhr ist jedermann herzlich eingeladen.