- 18. April 2010 - 23. Mai 2010
Hyvää päivä! -
Dicke Freundschaften zwischen tausend Seen!
In Zusammenarbeit mit der heimischen Volkshochschule dokumentierte eine bunte und lebendige Fotoausstellung im Möbelmuseum Steinheim die seit 2001 bestehende Freundschaft zwischen Hagedorn und der finnischen Partnergemeinde Kirkonkylä.
Die Ausstellung wurde am Sonntag, 18. April 2010 um 15 eröffnet und konnte bis zum 23. Mai 2010 besucht werden.
Dazu schreibt Reinhard Otte:
"Es war der 7. September 2000 als in der Neuen Westfälischen stand:
Hagedorn bekommt einen finnischen Zwilling!!!"
Wir reisten gerade ins bayrische St. Englmar zu unserer Jahrestour und hatten aus der Zeitung die Information das es ein Dorf in Finnland ist mit dem wir zusammen im Leader II Projekt kooperieren werden. Finnland, wohl gehört aber noch nie gesehen. Das sollte sich bald ändern. Denn auf dieser Fahrt in den Süden Deutschlands wurde bereits beschlossen, dass es im kommenden Jahr eine Finnlandreise geben wird.
So entstanden im Frühjahr 2001 die ersten Kontakte überhaupt und wir wurden ebenso erstmalig mit einer Sprache konfrontiert die in keiner Weise den Ansatz hatte, dass man heraushörte, was geredet wird. Vieles aus Stadt und Kreis wurde gezeigt, besichtigt und übersetzt. Die finnische Gruppe und wir alle hatten das Glück, dass der Bürgermeister Pasi Valivara aus Pyhäjärvi sehr gut Deutsch spricht.
Ein gemütlicher Abend im Klosterkrug bescherte uns auch ein wunderschönes Gastgeschenk. Die Ortsvorsteherin von Kirkonkylä Laimi Shemeikka überreichte uns ein Bild des Malers Matti Korhonen mit der Kirche aus Kirkonkylä. Das Bild, eine besondere Herstellung, hat im Außenbereich verbrannte Nägel aus dem Großbrand der Kirche Anfang der fünfziger Jahre. Mit ihren Worten drückte sie den Wunsch aus, "möge diese unsere Freundschaft so lange halten wie die Nägel noch halten". Jetzt sind wir bereits 10 Jahre freundschaftlich verbunden und es folgen bestimmt noch viele weitere Jahre.
- 7. März bis zum 10. April 2010
Schuhausstellung,
"Schuhe der letzten hundert Jahre"
Unter diesem Titel zeigte das Möbelmuseum Steinheim vom 7. März bis zum 10. April 2010 einen Querschnitt der Schuhsammlung der Familie Wiechers.
Über die Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sammelte die Schuhmacherfamilie Wiechers interessante Exemplare der Fußbekleidung. Die Ausstellung machte deutlich, dass die Schuhmode in allen Jahrzehnten eingebettet war in die vorherrschende Bekleidungsmode und das Kulturverständnis der Zeit.
Claudia Vandieken über die Bedeutung der Schuhe: "Sie tragen uns durchs Leben, sie geben uns ein Gefühl von Geborgenheit, sie quälen uns, sie sind Spiegel unserer Persönlichkeit."
Zur geschichtlichen Entwicklung im vergangenen Jahrhundert sagte die Fachfrau: "Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war es üblich, dass Kinder und Arme barfuß gingen. Daher sind Schuhe mit Luxus und Prestige verknüpft, sie geben Auskunft über Rang und Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen. In der modernen Gesellschaft sind Schuhe Statussymbole, Kultobjekt, Glücksbringer oder Kunstwerk. Sie zeigen die sich wandelnden Werte ihrer Zeit."
So wurde in der Ausstellung eine bunte Entwicklungslinie der Mode aufgezeigt. Sie umfasste beispielsweise Elemente wie die geknöpften oder geschnürten Stiefeletten der Zeit um 1910, den Charlestonschuh der Aufbruch- und Emanzipationszeit der goldenen Zwanziger. Es folgen die schwierigen dreißiger und vierziger Jahren mit Wirtschaftskrise, Nationalsozialismus und Krieg, wo wegen Materialengpässen Ersatzstoffe wie z. B. Holz verwendet wurden und dann unter Ludwig Erhard der "Jedermann-Schuh" entstand. Die Ballerinas und Pumps der Teenager und die spitz zulaufenden Herrenschuhe sind typisch für die euphorischen fünfziger und sechziger Jahre, die Plateauschuhe für die Siebziger, die Turnschuhmode für die Achtziger. Die Alles-ist-erlaubt-Mode prägt die neunziger Jahre und die sehr markenorientierten Trends sind typisch für die Jahrtausendwende.
Die sehenswerte Ausstellung wurde am Sonntag, 7. März, 15 Uhr eröffnet und war jeweils zu sehen am mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr.
Der Eintritt war frei.
- 13. Januar bis 14. Februar 2010
Im Steim'schen Karneval,
das ist klar,
spielen die Kapellen wunderbar
Unter diesem Motto stand die diesjährige Ausstellung der Steinheimer Karnevalsgesellschaft im Möbelmuseum: Der Steinheimer Karneval, insbesondere auch der Rosenmontagszug sowie der Kinderumzug sind ohne die Mitwirkung der Musikkapellen gar nicht vorstellbar. Dies offenbarte sich in den ausgezeichneten Beziehungen und der guten Zusammenarbeit, die die Steinheimer Karnevalsgesellschaft mit den Kapellen pflegt. Andererseits zeigt es sich aber auch an der Treue der zahlreichen Kapellen zum Steinheimer Karneval;
allein im Rosenmontagszug 2011 hatten 14 Kapellen in Steinheim für die hervorragende musikalische Begleitung gesorgt.
Bei dem emsigen Stöbern in der Vergangenheit des heimischen Karnevals hatte das Archivteam um Hermann Brak mit Lothar Runte, Franz-Gerd Brökel, Nicolas Sievers und Thomas Brak zutage gefördert, dass bereits in den ersten Anfängen, zu Zeiten des "Straßenkarnevals" um 1911 herum, 4 Kapellen beteiligt waren.
Das erste Foto zum Auftritt einer Kapelle, das das Archivteam Team "ausgrub", zeigt die
"Kapelle Jürgens" im Karneval des Jahres 1913. Auch Fotos von Musikkapellen vor und direkt nach dem Krieg wurden zusammengetragen und waren in der diesjährigen Ausstellung zu sehen. Darüber hinaus präsentierte die Ausstellung insgesamt 19 Kapellen, die regelmäßig im und um den Steinheimer Karneval herum engagiert waren und sind, durch Fotos und jede Menge weitere Unterlagen, Kostüme, Musikinstrumente und vieles mehr. Eine Sammlung im vorliegenden Umfang hat es in dieser Region bisher wohl noch nicht gegeben. Das Archivteam war sich sicher, dass sogar Material in der Ausstellung gezeigt wurde, das einzelne Kapellen-Mitglieder bisher selbst noch nicht in dieser Form gesehen hatten. Daher wünschten die Organisatoren allen Karnevalsfreunden und Interessierten viel Freude beim Besuch der Ausstellung im Möbelmuseum, die bis zum 14. Februar sonntags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr zu sehen war.