Nachdem er 1934 nach Berlin verzogen war, fertigte sein Vater erste Möbel im Stil des Lothringischen Barock. Dann wurde die Werkstatt geschlossen. Als Anton Spilker 1945 aus Krieg und Gefangenschaft zurückkehrte und die väterliche Werkstatt wieder eröffnete, wandte er sich nach einer kurzen Anlaufphase konsequent diesen beiden Stilrichtungen zu. Der bäuerlich-rustikale Lothringer Barock wurde bald von der edleren Variante, dem Aachen-Lütticher Barock, zurückgedrängt. In diesem Stil entwickelte er im Lauf der Jahre ein vollständiges Wohnprogramm vom Einzelmöbel bis hin zum raumumfassenden Gesamtkunstwerk.
Die kultiviert-ausgewogene Komposition der Entwürfe, ausgesuchte Hölzer und vor allem die meisterhaft handwerksgerechte Verarbeitung machten die Spilker-Möbel zum Spitzenprodukt europäischer Möbelkunst.
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