Spilker - Möbel

Anton Spilker, der Enkel des Firmengründers, hat ebenso wie sein Vater und Großvater eine außergewöhnlich gute Ausbildung genossen. Nach der Bildhauerlehre bei Friedrich Schönlau bildete er sich in bedeutenden Bildhauereien in Erfurt und Berlin weiter und besuchte gleichzeitig die dortigen Kunstgewerbeschulen. Nachdem er seine Ausbildung als Innenarchitekt abgeschlossen hatte, legte er 1930 in Steinheim seine Meisterprüfung als Holzbildhauer ab. In Aachen, Köln und Berlin studierte er in Museen alte Möbel, wobei sein besonderes Interesse den zwischen 1700 und 1780 im Raum zwischen der Eifel und Flandern entstandenen Stücken des Lothringischen- und des Aachen - Lütticher Barocks galt. Spilker Möbel Nachdem er 1934 nach Berlin verzogen war, fertigte sein Vater erste Möbel im Stil des Lothringischen Barock. Dann wurde die Werkstatt geschlossen. Als Anton Spilker 1945 aus Krieg und Gefangenschaft zurückkehrte und die väterliche Werkstatt wieder eröffnete, wandte er sich nach einer kurzen Anlaufphase konsequent diesen beiden Stilrichtungen zu. Der bäuerlich-rustikale Lothringer Barock wurde bald von der edleren Variante, dem Aachen-Lütticher Barock, zurückgedrängt. In diesem Stil entwickelte er im Lauf der Jahre ein vollständiges Wohnprogramm vom Einzelmöbel bis hin zum raumumfassenden Gesamtkunstwerk. Die kultiviert-ausgewogene Komposition der Entwürfe, ausgesuchte Hölzer und vor allem die meisterhaft handwerksgerechte Verarbeitung machten die Spilker-Möbel zum Spitzenprodukt europäischer Möbelkunst.

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